Kratom & Alkohol – ein Überblick

januari 05, 2024

Kratom Alkohol header

Alkohol wurde seit der Antike mit anderen Substanzen kombiniert, um seine Wirkung zu verstärken. Die alten Ägypter mischten Wein mit blauem Lotus, um das Bewusstsein zu beeinflussen und die Libido anzuregen. Bei den Maya war Balché beliebt, während in Europa Bier oft mit Stechapfel oder Schlafmohn gemischt wurde. In jüngerer Vergangenheit waren Absinth und Vin Mariani ebenfalls verbreitet.

Heutzutage gibt es immer noch sehr viele alkoholische Getränke auf dem Markt, die von Haus aus Kräuter enthalten, wie beispielsweise Jägermeister. Das bedeutet aber nicht, dass man sie nicht selbst mit anderen Substanzen mischen kann – eine Praxis, die nach wie vor häufig vorkommt. Eine besonders beliebte Kombination ist beispielsweiseKratom und Alkohol. 

In diesem Artikel klären wir Sie auf, wie das Gemisch aus Kratom und Alkohol wirkt und ob die Kombination bedenklich sein kann.

Wie wirken Kratom und Alkohol zusammen?

DaKratom in Kombination mit anderen Therapien und Hausmitteln gegen häufige Beschwerden wie Schmerzen, Konzentrationsschwäche und niedrige Energie vermarktet wird, könnte es sein, dass Menschen versuchen, sich selbst mit Kratom zu behandeln.

Wie bei anderen Substanzen besteht ebenso die Möglichkeit des Missbrauchs von Kratom wie auch Nebenwirkungen durch eine Kombination mit Alkohol oder anderen Stoffen. In solchen Situationen verstärken sich die Wirkungen von Kratom und Alkohol gegenseitig, was zu einem intensiven Rauschzustand führen kann. Dieser Rausch ist deutlich stärker als die Wirkung von Alkohol oder Kratom allein.

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass das Zusammenwirken von Kratom und Alkohol das Risiko einer Überdosierung erheblich erhöht.

Kratomblätter und Alkohol Kratom Alkohol

Kratom-Alkohol-Mischkonsum: Ist der Mix gefährlich?

Das Kombinieren unterschiedlicher Substanzen ist nie eine gute Idee. Obwohl sie sich gegenseitig positiv beeinflussen können, treten fast immer negative Wechselwirkungen auf, die ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können.

Die Mischung eines Stimulans mit einem Beruhigungsmittel ist aus zwei Gründen äußerst gefährlich: Erstens belastet es das Zentralnervensystem, das für allerlei Arten von Signalen zuständig ist, und zweitens unterdrückt eine Substanz die Wirkung der anderen. Dadurch hat man oft den Eindruck, dass sie nicht stark genug wirken und konsumiert mehr davon.

Es gibt aber viele Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen – positive, negative und neutrale. Da es noch keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eindeutige Wechselwirkungen zwischen Alkohol und Kratom belegen würden, sind dies unsere Schlussfolgerungen:

Niedrige Dosis

Wie Paracelsus im 16. Jahrhundert treffend sagte, dass es bei jeder Substanz auf die Dosierung ankommt, gilt dies genauso für Kratom und Alkohol. Wenn sie in geringen Mengen zusammen konsumiert werden, entsteht eine angenehme mentale Stimulation, die die Stimmung hebt und optimistisch stimmt. Körperlich fühlt man sich entspannter und sensibler – ein intensiveres Körperempfinden tritt ein.

Es scheint also keine Gefahr zu bestehen, solange man vorsichtig mit der Dosierung umgeht. Oftmals möchte man dennoch etwas mehr nehmen, um eine stärkere Wirkung zu erzielen – und so gerät man schnell in einen Teufelskreis des Überdosierens.

Mittlere Dosis

Es ist faszinierend, wie unterschiedliche Substanzen bei verschiedenen Menschen wirken können – ebenso dieser Cocktail. Bei einer mittleren Dosis von Alkohol und Kratom haben fast alle Benutzer eine betäubende Wirkung verspürt.

Die anderen Effekte hingegen waren äußerst verschieden: positiv oder stark berauschend, aber dennoch angenehm und entspannend. Bei einigen Nutzern hat die Kombination jedoch unerwünschte Nebenwirkungen ausgelöst, wie Erbrechen, körperliches Unwohlsein, Schwindelgefühl, Übelkeit und übermäßiges Schwitzen.

Es ist wichtig zu beachten, dass es verschiedene Arten alkoholischer Getränke sowie verschiedene Sorten von Kratom gibt. Nicht alle sind gleich stark oder haben dieselbe Wirkung. Beispielsweise sind destillierte Getränke stärker als fermentierte Varianten und Kratom mit roter Blattader hat eine stärkere betäubende Wirkung als andere Sorten.

Hohe Dosis

Bei allen Substanzen besteht Einigkeit: Missbrauch hat stets negative Folgen. Wenn Kratom und Alkohol gemischt und in hohen Dosierungen konsumiert werden, kann es zu einer Überdosis und sogar Bewusstlosigkeit führen. Der Hauptverursacher dafür ist der Alkohol, allerdings verstärken sich die Nebenwirkungen natürlich, wenn beide Substanzen zusammen konsumiert werden.

Der Kater nach dem Konsum hoher Mengen von Alkohol und Kratom ist ebenfalls wesentlich schlimmer als bei reinem Alkoholkonsum, ähnlich wie beim sogenannten „Suicide Tuesday“, ausgelöst durch MDMA.

Mögliche Nebenwirkungen beim Mischen von Kratom und Alkohol

Personen, die eine ungünstige Erfahrung mit einer mittleren Dosierung von Kratom und Alkohol gemacht haben, berichten über ähnliche unerwünschte Wirkungen, die möglicherweise auf eine leichte Vergiftung zurückzuführen sind. Diese könnten durch eine Unverträglichkeitsreaktion hervorgerufen werden:

  • Müdigkeit
  • Häufiges Wasserlassen
  • Juckreiz
  • Verstopfung
  • Schwindelgefühl
  • Schwitzen
  • Verwirrtheit
  • Übelkeit
  • Benommenheit

Bei Personen, die beide Substanzen gleichzeitig in höheren Dosen konsumierten, traten schwerere Nebenwirkungen auf:

  • Aufregung
  • Bluthochdruck
  • Herzrasen
  • Krampfanfälle
  • Reizbarkeit
  • Halluzinationen
  • Ohnmacht

Fazit: Kratom lieber ohne Alkohol genießen 

Die gleichzeitige Verwendung unterschiedlicher Substanzen verstärkt die unerwünschten Begleiterscheinungen, insbesondere dann, wenn es sich um Substanzen handelt, die eine negative Wechselwirkung miteinander haben.

Daher ist es sinnvoller, Kratom und Alkohol nicht zusammen zu konsumieren, schon allein, um mögliche Neben- bzw. Wechselwirkungen zu vermeiden und langfristig einSuchtpotenzialauszuschließen.

Als Kratom werden die Blätter des Mitragyna Speciosa Baums (umgangssprachlich auch Kratombaum genannt) bezeichnet. Alle auf dieser Website beschriebenen Einnahmewirkungen dienen lediglich der Wissensvermittlung über die Substanz an sich und sind nicht Teil der Beschreibung eines von uns angebotenen Produkts! Sie beschreiben und erklären die ehemalige Verwendung in den Herkunftsländern Südostasiens.

Kratom unterliegt nicht dem deutschen Arzneimittelgesetz und ist kein Lebensmittel. 

Sämtliche von uns angebotenen Kratom-Produkte sindnicht für eine Einnahme in den Körper bestimmt und von einer Einnahme raten wir ausdrücklich ab. Sie dienen ausdrücklich nicht therapeutischen Zwecken, sie sind keine Kosmetika und keine Lebensmittel. 

Unsere Kratomprodukte werden ausschließlich als Naturfarbstoff, Fußbad, zu wissenschaftlichen Zwecken und als Anschauungsmittel verkauft. Es ist nicht für den Verzehr bestimmt.